Dieses Projekt war eine Gemeinschaftsarbeit mit einem alten Freund. Wir haben T-Shirts bedruckt.
Anfangs hatten wir die Idee von „Voilá“, einem eigenen Modelabel. Jedoch verlief sich diese Idee nach einigen Monaten wieder im Sand und die anfängliche Euphorie über die positiven Rückmeldungen unseres Freundeskreises verpuffte allmählich.
Dabei steckte viel Liebe und Kreativität in unserer Arbeit, was sich auch daran widerspiegelt, dass nicht nur die Designs aus eigener Feder stammten, sondern auch die komplette Siebdruckmaschine und Siebdruckrahmen ein Eigenbau waren. Ganz zu schweigen vom Druckprozess selbst.
Im Folgenden werde ich eine Fotostrecke eines Druckprozesses hochladen.
Zuerst die Idee, welche in Adobe Illustrator umgesetzt wird:

Als nächstes druckt man die Illustration des zu druckenden Objekts auf eine durchsichtige Folie:

Außerdem beschichtet man einen Siebdruckrahmen mit einer Fotoemulsion. Diese Emulsion muss zuerst etwas antrocknen und unter speziellem UV-armen Licht verarbeitet werden.

Danach belichtet man die Fotoemulsion mit einem 500W-Strahler, um das auf Folie gedruckte Design zu verewigen. Dort wo Tinte auf der Folie ist, wird das Licht absorbiert und darunter bleibt die Fotoemulsion wasserlöslich und kann abgespült werden.
Hier sieht man den Rahmen beim Nachbelichten. Das erste Belichten und Auswaschen hat bereits stattgefunden.

Nach dem Belichten kann der Rahmen in die Siebdruckmaschine eingespannt werden und es können Dinge bedruckt werden. Das Ergebnis sieht man hier:
Nachdem wir die Charge fertiggestellt hatten, begingen wir den Fehler, diesen Rahen mit einem speziellen Lösemittel zu reinigen, um den Rahmen für andere Projekte nutzen zu können. Jedoch haben wir diesen Rahmen wegen der Verfärbung nie wieder benutzt und ich habe mich dazu entschlossen, ihn als dekorative Erinnerung in meiner Studentenwohnung aufzuhängen.




