PowerbankBox

Nachdem kleine portable Musikboxen sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, dachte ich mir, dass ich die Vorzüge einer Powerbank mit der einer portablen Aktivbox kreuze.

Als Basis dient ein 2.1 System von Creative, welches vor einigen Jahren von einer Teufel Anlage ersetzt wurde.

In dem Subwoofergehäuse war eine Platine verbaut, welches von einem externen Netzgerät mit 12V Wechselspannung gespeist wurde. Ich habe bereits vor dem Bau der Box den Gleichrichter vom PCB entlötet, und die Anlage für Gartenfeste etc. mit einer 12V Autobatterie betrieben.

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Doch die Optik ließ zu wünschen übrig und die Einzelteile waren zu sperrig, vor allem die Autobatterie war kein Leichtgewicht.

Also habe ich mir ein Aluminiumgehäuse 222x146x106mm für knapp 20 Euro gekauft, um im Inneren die Bauteile unterzubringen.

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Für die Stromversorgung habe ich mich dazu entschieden, auf Lithium-Ionen Akkus im Formfaktor „18650“ zurückzugreifen. Auf eBay gibt es eine zwar eine Menge an billigen Akkus, jedoch kann ich von diesen einschlägigen Angeboten von Akkus mit „6000mAh“ zu einem Spottpreis abraten. Nicht nur, dass es bis dato technisch nicht möglich ist, diese Energiedichte zu erzielen, sondern weil es sich bei diesen Akkus um brandgefährliche Ware handelt.

Da Laptophersteller für ihre Geräte nur Markenzellen verwenden (Sanyo, Panasonic, Samsung etc.) habe ich mich aus Kostengründen dazu entschieden, einen solchen Akkupack zu kaufen. Die Elektronik habe ich entfernt und ein eigenes BMS (BatteryManageSystem) angelötet, welches eine Überladung und Tiefentladung verhindern soll. Auch eine Kurzschlusssicherung ist vorhanden.

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Das BMS kontrolliert die 3 Spannungen der 4 parallel geschalteten Akkus. In dieser Konfiguration resultiert eine Endspannung von 11,1V bei  ca. 10400mAh. Nach meinen Berechnungen reicht das für etwas unter 8h bei 100% Lautstärke.

Was das PCB leider nicht kontrollieren kann, ist ein eventueller Drift einer einzelnen Zelle innerhalb der Parallelschaltung. Aber bei dieser einfachen Anwendung war mir das egal.

Außerdem war zu überlegen, wie man die Lautsprecher-Chassis anordnet.

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Letztendlich fiel meine Wahl auf eine halbwegs Symmetrische Anordnung. Hier habe ich bereits die Aussparungen mit einem Kreisschneider entfernt und die Chassis festgeschraubt.

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Es folgen noch die Bohrungen für die Potentiometer des Bedienelements, welches ich später lediglich mit Heißkleber fixiert habe:

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Es folgten einige Bohrungen für den Hauptschalter, den Klinkenstecker, die Ladebuchse, zwei USB-Ports, einen Voltmeter und einen Taster, um das Messinstrument zu aktivieren. Von diesen Arbeitsschritten habe ich keine Bilder gemacht.

Das Innenleben nach allen Einbauten:

 

Und das finale Ergebnis:

 

Da es sich bei dieser Bauweise um ein geschlossenes System handelt und der Schalldruck des Tieftöners die Mitteltöner negativ beeinflusst, spiele ich mit dem Gedanken, diese durch Joghurtbecher o. Ä. von der Innenseite zu entkoppeln.

Ansonsten ist dieses Projekt beendet.